Anders als bei den anderen Seiten habe ich hier nach Baureihen sortiert und kleine Beschreibungen dazugeschrieben. Die neusten Entwicklungen sind nicht enthalten.



Belgien

Elektro- und Dieselloks sowie Triebwagen sind nach dem jeweils erstem Baujahr geordnet.


Ex SNCB 18.051 am 21.08.1997 im Museum Treignes des Vereins CFV3V. Diese 1905 gebaute Lokomotive steht heute in brauner Farbgebubg in der "Train World" in Schaarbeek.

Auch die 12 004 war in Treignes untergebracht. Diese 1939 in nur sechs Exemplaren gebaute Lokomotive wurde bis 1962 vor den Expresszügen zwischen Brüssel und Oostende eingesetzt. Auch diese Lok steht heute in der "Train World".

Dampflok Baureihe 29

In den Jahren 1945 und 1946 wurden von amerikanischen und kanadischen Fabriken 300 Lokomotiven der Reihe 29 geliefert. Diese Loks kamen sowohl im  Personen- als auch im Güterverkehr zum Einsatz. 1966 wurden die letzten Loks abgestellt. Einige dienten danach noch als Dampferzeuger und als Heizlokomotiven. Eine Lok ist betriebsfähig erhalten. Eine weitere, ex Heizlok, ist in schlechtem Zustand in einem Museum in Haine-Saint-Pierre erhalten.

Foto: 29 013 am 07.07.1985 in Spa.

Die 29 013 mit Museumszug am 07.07.1985 kurz vor Spa.

Einige Industrielokomotiven sind ebenfalls erhalten. Die MF 33 bei der CFV3V in Mariemburg (21.08.1997)

Ebenfalls vom Bergbauunternehmen MF stammt die Lok 91, die am 23.05.1998 im Aussenbereich des Mueums Treignes stand.

Lok CA 04 (  Cockeries d´Anderlues ) im Museum Treignes am 21.08.1997.

TTZ Lok 6 "Magda" am 21.02.1997 noch abgestellt in As. Die Lok fährt heute mit gleichem Namen bei der MBS in Haaksbergen.

Elektrolokomotiven

Baureihe 22

Die 50 Lokomotiven der Baureihe 122 (ab 1971 22) wurden 1954 von Constructions Ferroviaires et Métalliques  geliefert.
Eigentlich für den Güterzugdienst gedacht waren die Loks auch immer in Spitzenzeiten vor Nahverkehrszügen zu sehen. 2002 wurden die ersten 20 Loks abgestellt und im April 2009 waren die letzten Einsätze der Reihe 22. Lok 2201 ist erhalten geblieben, gehört seit 2009 der PFT/TSP (pfttsp.be) und ist betriebsfähig.

Foto: Lok 2212 mit Nahverkehrszug am 10.08.1993 bei Andenne Seilles.

SNCB/NMBS 2234 mit Nahverkerszug am 10.08.1993 bei Andenne Seilles.

Mit etwas veränderter Frontbeschriftung am 03.10.1996 die 2225 mit Güterzug in Schulen.

Baureihe 23

Zwischen 1955 und 1957 lieferte die sich jetzt La Brugeoise et Nivelles nennende Firma 83 mit der Reihe 22 sehr ähnliche Loks, die insbesondere für den Verkehr nach Luxemburg und dabei für alle Zugarten gedacht war. Diese Loks wurden als Reihe 123 - ab 1971 nur 23 eingereiht. Endgültig abgestellt wurden sie dann 2012. Lok 2383 blieb bei der SNCB/NMBS und 2309 bei der PFT/TSP erhalten.

Foto: 2361 mit kurzem Güterzug am 28.03.1997 bei Kontich.

Noch in alten Farben Lok 2375 am 27.03.1991 in Huy.

SNCB/NMBS 2363 am 27.03.1991 in Huy.

Baureihe 25 / 25.5

1960 lieferten La Brugeoise et Nivelles und ACEC die 22 Lokomotiven der zunächst meist vor Güterzügen eingesetzten Reihe 25 (bis 1971 Reihe 125). 1974 wurden die Loks 2515 bis 2522 zu Mehrfrequenzloks für den Einsatz vor den Beneluxzügen umgebaut. Diese Loks wurden zu 2551 bis 2558. Die Einsätze vor den Beneluxzügen endeten mit dem Erscheinen der neuen Züge 1986. Danach waren auch diese Loks wieder vor allen Zugarten zu sehen. 2009 wurden die letzten Loks abgestellt. Mit der 2551 ist auch hier ein Exemplar bei der PFT/TSP erhalten geblieben. 

Foto: Lok 2558 am 15.07.1989 in Roosendaal.

SNCB/NMBS 2554 mit Güterzug am 28.03.1997 bei Kontich.

Baureihe 15
Speziell für die Verbindung Paris – Büssel – Amsterdam erhielt die SNCB 1962 fünf wieder bei La Brugeoise et Nivelles gebaute Mehrsystemloks (25Kv~50Hz, 1500Kv und 3000KIv=). Diese Loks wurden als Reihe 115 (15 ab 1971) eingereiht. Ab 1988 durften die Loks wegen fehlender ATB Einrichtung in den Niederlanden nur noch bis zur Grenzstation Roosendaal. Auch die Einsätze nach Frankreich wurden immer seltener. Danach waren die Loks häufig mit Zügen zwischen (Welkenraedt-) Lüttich und Ostende zu sehen. 2009 erfolgte die Abstellung der Loks, von denen zwei erhalten blieben. Die 1503 steht in der Train World in Schaarbeck und die 1504 bei der PFT/TSP.

Foto: Lok 1501 am  23.07.1998 in Welkenraedt.

SNCB/NMBS 1501 in Welkenraedt am 23.07.1998.

Baureihe 26

1964 und 1965 erhielten die SNCB von ihrem Hoflieferanten BN die fünf Vorserienloks 126 001 bis 126 005 für den Güterzugdienst. Eine erste Serie von etwas stärkeren 15 Loks folgte 1969 als 126 101 bis 115. Alle Loks wurden 1971 zu 26 001 bis 26 020. Weitere 15 Loks wurden 1971 und 1972 gleich als 26 021 bis 26 035 geliefert. Später wurden die Loks zum Betrieb in Mehrfachtraktion, auch mit der Reihe 23, eingerichtet. Die letzten Loks wurden 2011 abgestellt. Lok 2629 blieb bei der PFT/TSP erhalten.

Foto: 2617 und  2338 mit Stahlzug am 28.03.1997 bei Kontich.

2612 und 2335 mit G in Schulen am 03.10.1996.

Baureihe 16
Die acht Mehrsystemlokomotiven der Baureihe 16 wurden 1966 in zwei Serien als 160 001 bis 004 und 160 021 bis 160 024 geliefert. Ab 1971 wurden sie durchgehend als 16 001 bis 16 008 geführt. Sie waren insbesondere für die Schnellzüge zwischen Ostende und Köln bestimmt, waren aber auch in den Niederlanden und Frankreich (in beiden Netzen) einsetzbar. 2002 endeten die Einsätze nach Köln. Insbesondere zwischen Ostende und Welkenraedt waren sie noch vor Reisezügen anzutreffen. Am 24. April 2009 beförderte die 2008 letztmals P 8402 von Brüssel nach Welkenraedt. Erhalten geblieben sind 1602 bei der SNCB und 1608 im Privatbesitz eingestellt bei der PFT/TSP.

Foto: Lok 1601 mit Märklin-Werbung vor D 419 bei der Ausfahrt aus Aachen HBF am 18.02.2001

SNCB/NMBS 1605 mit D 314 beim Eilendorfer Tunnel am 25.10.1989.

Baureihe 18

Ebenfalls im Schnellzudienst nach Köln, aber auch für Verbindungen nach Paris kamen ab 1973/74 die sechs Viersystemloks der Reihe 18 zum Einsatz. Diese Loks waren sechsaschig und von der SNCF Reihe CC 40100 abgeleitet. Gebaut wurden sie von Alstom und BN. Nach dem Start des Thalys 1996 wurden die Loks in Frankreich nicht mehr zugelassen. 1997 und 1999 wurden die Loks abgestellt. Auch von dieser Reihe ist mit der 1805 eine Lok im Lokdepot der PFT/TSP in Saint-Ghislain vorhanden.

Foto: Lok 1802 vor EC 47 am 05.04.1996 in Nessonvaux.

SNCB/NMBS 1801 Einfahrt Aachen HBF mit D 321 am 26.08.1986.

Baureihe 20
Zwischen 1975 und 1978 lieferte wieder BN die 25 sechachsigen Lokomotiven der Baureihe 20. Die für den schweren Güterzugdienst bestimmten Loks kamen aber auch mit internationalen Reisezügen nach Luxemburg und kurzzeitig nach Aachen zum Einsatz. Am 31. Januar 2013 wurden alle noch verbliebenen Loks der Reihe 20 abgestellt. Drei Loks sind erhalten geblieben. Die 2001 durch die SNCB, die 2005 durch die CFV3V und die 2021 durch die PFT/TSP.

Foto: Lok 2010 am 31.10.2004 in Luxemburg.

SNCB/NMBS 2019 mit EC 94 in Arlon am 15.07.1992.

Baureihe 27

Die ältesten 2020 noch im Betrieb befindlichen E-loks der SNCB sind die Loks der Reihe 27. Zwischen 1981 und 1984 wurden 60 Loks von BN geliefert. Seit 2006 besitzen alle Loks eine Wendezugsteuerung, mit der sie von M6-Doppelstockwagen gesteuert werden können. Heute (Plan 2020-2) sind die Loks insbesondere auf der Nord-Süd Achse Essen(B) – Antwerpen – Brüssel -Charleroi anzutreffen, wobei allerdings die meisten Leistungen an Samstagen und Sonntags entfallen. 

Foto:  Lok 2718 am 26.08.1986, Aachen HBF.

SNCB/NMBS 2738 mit M2-Wagen am 28.03.1997 bei Dienst.

Lok 2703 vor I11 Steuerwagen in Welkenraedt am 23.07.1998.

Baureihen 21 und 11 

Zwischen 1984 und 1988 kam mit den 60 Lokomotiven der Reihe 21 eine abgeschwächte Variante der Reihe 27 zur SNCB. Der Reihe 21 entsprechen die 12 Loks der Reihe 11, diese waren für die Beneluxzüge zwischen Brüssel und Ansterdam auch im 1,5KV Gleichstronetz der NS einsetzbar. 2012 wurde die Reihe 11 komplett abgestellt. Von der Reihe 21 sind 15 Loks nach Polen verkauft, elf weitere ausser Dienst gestellt bzw verschrottet. Mit Reisezügen sind sie werktags (Plan 2020-2) noch mit 65 Zügen unter anderem zwischen Lüttich und Brüssel unterwegs.

Foto: Lok 2159 mit IC in Ruisbroek am 01.11.1999

SNCB/NMBS 2141 mit IC am 28.03.1997 bei Kontich.

Mehrsystemlok 1182 am 15.07.1989 in Roosendaal.

Baureihe 13

Zwischen 1997 und 2001 lieferte Alstom/Belfort die 60 Mehrsystemloks der Reihe 13 für die SNCB und die 20 baugleichen Loks der Reihe 30 für die CFL. Die Loks der SNCB wurden zunächst auch häufig im Reisezugdienst eingestzt, heute (Einsatzplan 2/2020) kommen sie mit Reisezügen fast nur noch in Richtung Luxemburg zum Einsatz. Im Güterverkehr kommen die Loks unter 25kV 50 Hz auch nach Frankreich.

Foto:  SNCB/NMBS 1342 mit G bei Hochfelden(F) am 19.07.2014

Die feinen äußerlichen Unterschiede zwischen den Loks der SNCB und den Loks der CFL. Vorn SNCB 1320, hinten CFL 3014 am 31.10.2004 in Libramont.

Diesellokomotiven

Baureihe 59


1954 und 1955 erhielt die SNCB von Cockerill-Sambre die 55 Loks der Reihe 201 (ab 1971 Reihe 59). Zunächst kamen die Loks sowohl im Güter- als auch im Reisezugdienst zum Einsatz, ab 1984 nur noch vor Güterzügen. Nachdem die Reihe 1988 abgestellt worden war kamen einige Maschinen noch bei der SNCF beim Bau der LGV Nord zum Einsatz. 1993 kamen diese Loks zurück und halfen dann der SNCB noch bis 2002 beim Bau der HSL 1 und 2. Mehrere Loks sind erhalten geblieben. Darunter betriebsfähig die 5910 bei der SNCB und die 5941 bei der PFT/TSP. Von den zwei ehemaligen Loks der Vennbahn ist die 5922 noch beim Verein Tubize 2069 vzw im Depot Schaarbeek abgestellt vorhanden.

Foto: Vennbahn 5930 als 201.001 am 27.03.1991 in Raeren.


Vennbahn 5922 in Raeren am 09.08.1993.

Und am 07.09.1996 auf der Drehscheibe im Depot Luxemburg.

Baureihen 52, 53 und 54

Für den Einsatz mit Reisezügen auf nicht elektrifizierten Strecken waren für die SNCB 22 Loks der Baureihe 202 – ab 1971 Reihe 52- bei Anglo-Franco-Belge (AFB) in Lizenz NOHAB bestellt. Noch vor deren Ablieferung ab 1955 wurden die vier letzten Loks an die CFL verkauft (CFL Reihe 16). Für den Güterzugdienst waren 18 Loks der Reihe 53 (203) bestellt, die bis auf den fehlenden Heizkessel der Reihe 52 entsprachen. 1957 erschienen dann vier schnellere Loks für den TEE-Verkehr als Baureihe 54 (204). Zusätzlich wurden die 5215 bis 5218 in die schnelle Reihe 54 umgebaut. Ab Beginn der 70er Jahre wurden die Loks modernisiert. Hierbei verloren sie die für NOHAB-Loks typische Nase. Ende 2002 waren die meisten Loks außer Dienst gestellt. Wenige Loks wurden noch bis zu ihrer Ablösung durch die Reihe 55 im Jahr 2009 im Arbeitszugdienst eingesetzt. Mehrere Loks sind erhalten geblieben. Die 5201 wurde an die NOHAB Foundation, Budapest verkauft und dient dort als Ersatzteilspender.

SNCB/NMBS 5313 und 5302 mit G am 10.08.1993 in Bertrix.

Lok 5216 am 16.07.1992 in Virton.

Überraschung am 27.03.1991 in Huy, 2403 als 204 003.

Die ehemalige Schnellzuglok 2401 mit kurzem Güterzug am 16.07.1992 in Bertrix.

Baureihe 51

Mit den 93 sechsachsigen Lokomotiven der Reihe 200 (ab 1971 51) lieferte Cockerill zwischen 1961 und 1963 die bis heute stärkste Serie Diesellokomotiven an die SNCB. Nachdem sie zunächst in allen Diensten eingesetzt wurden kamen auch diese Loks mit fortschreitender Elektrifizierung in den 90er Jahren immer seltener vor Reisezügen zum Einsatz. Als mit der Reihe 77 neue Loks zur Verfügung standen wurden immer mehr 51er arbeitslos. 2003 wurden die letzten Loks abgestellt. Etwa 15 Loks gingen an italienische Gleisbaufirmen. Vier Loks (5117 Ersatzteilspender, 5128, 5149 und 5183) kamen zur PFT/TSP, eine zur CFV3V (5120) und bei der SNCB blieb Lok 5166 erhalten.

Foto: Lok 5172 mit Güterzug am 03.10.1996 in Schulen.


SNCB/NMBS 5192 mit Autotransport am 28.03.1997 bei Diest.

Baureihe 55

Die 42 in den Jahren 1961 und 1962 von BN gelieferten Loks der Reihe 205 (ab 1971 Reihe 55) wurden zunächst hauptsächlich im Güterzugdienst eingesetzt. Baugleiche Loks kamen als Reihe 1800 zur CFL. Erst Mitte der 70er Jahre wurden die 5540 und 5542 probeweise mit Hochspannungs-Generatoren für den Reisezugdienst ausgerüstet. Ab 1979 kamen weitere Loks hinzu. Zu erkennen waren diese Loks an der blauen (statt grünen) Farbgebung. 2009 wurde die letzten Loks der Reihe 55 bei der SNCB abgestellt und an TUC-Rail (Infrabel) übergeben. Die meisten sind inzwischen verschrottet, einige noch abgestellt vorhanden. 2020 waren nur noch 5508, 5518 und 5537 einsetzbar.

Foto: SNCB/NMBS 5529 mit IR bei Urspelt (L) am 15.07.1992.



Güterzuglok 5520 am 27.03.1991 in Tilff.

5533 mit 5315 und 5303 in Messancy (F) am 15.07.1992.

Lok 5532 in der Lackierungsvariante "1970" mit einem Kalkzug am 10.08.1993 bei Bas-Oha.
Bereits 1977 wurde das Farbsystem wieder geändert. Einzelne Loks blieben so aber bis 1999.  

Baureihe 62/63

Von 1961 bis 1966 lieferte BN die 136 Loks der Reihe 212 (ab 1971 Reihe 62/63) aus. Diese vierachsigen Loks bewährten sich gut. Anfang der 2000er Jahre wurden sie im Personenverkehr durch die AM 41 und im Güterverkehr durch die Reihe 77 abgelöst. 2003 erfolgten die letzten Einsätze im Regelverkehr durch die SNCB. Etwa die Hälfte der Loks kam zu Infrabel. Diese Loks erhalten seit 2011 nach und nach eine neue blaue Lackierung, die letzte grüne Lok 6219 wurde durch eine Initiative von Mitarbeitern 2015 wieder in der grünen Farbgebung von 1970 lackiert. Weitere Loks gingen als Serie 67 an ACTS in den Niederlanden. Von den ACTS Loks ist heute die 6702 (6325) bei RailReLease und die 6703 und 6705 bei RailExperts. Lok 6289 gehört der PFT/TSP.

Lok 6324 bei Elektrifizierungsarbeiten in der Nähe von Chenee am 27.03.1991

SNCB 6284 vor M2-Wagen in Couvin am 10.08.1993

SNCB/NMBS 6251 abgestellt in Libramont am 31.10.2004

Baureihe 60

von 1964 bis 1966 lieferte Cockerill 6 Probe- und 85 Serienloks der Reihe 210 (ab 1971 Reihe 60). Diese Lokomotiven waren für den leichten Personen- und Güterverkehr gedacht. Recht früh gab es Probleme mit den Motoren und da auch die Reisezüge immer mehr auf Triebwagen umgestellt wurden stellte die SNCB die Loks schon bis Mitte 1988 ab. Einige Loks wurden nach Italien verkauft, zwei Loks taten bis 2008 bei einem lokalen Betreiber Dienst. Heute sind in Belgien noch die 6041 bei der SNCB, die 6077 bei der PFT/TSP und die 6086 bei der CFV3V erhalten.

Foto: nur noch ein Ersatzteilspender - Lok 6065 am 08.09.1993 in Gouvy.

Baureihe 77

In den Jahren 1999 bis 2005 lieferte Vossloh die auf Basis der MAK G1205 gebauten 170 Lokomotiven der Reihe 77. Die Loks sind sowohl für den Güterzug- als auch für den Rangierdienst einsetztbar. In dem großen Führerstand gibt es neben den normalen Fahrpulten links je Richtung auch noch rechts ein einfacheres Rangierpult. Die mit den entsprechenden Zugsicherungeinrichtungen versehenen Loks 7771 bis 7790 und 7866 bis 7870 sind auch in den Niederlanden und in Deutschland zugelassen.

Foto: SNCB 7788 und 7771 mit Volvo-Zug bei Borne (NL) am 20.09.2005.

Rangierlokomotiven - zu diesen zählt ihrer Einreihung nach eigentlich auch die Reihe 77.

Bei der SNCB gab es eine große Baureihenvielfalt bei den Rangierlokomotiven. Äußerlich unterschieden sie sich oft nur durch Kleinigkeiten. Die frühen Serien, zu der auch die hier gezeigte 8410 gehörte hatten einen Endführerstand. In der gleichen Bauform gab es noch die Reihe 85 und die  vierachsige Reihe 72.

Foto: SNCB/NMBS 8410 im Bereich des Depots Stockem am 15.07.1992.

Stellvertretend für die Baureihen mit Mittelführerstand hier die 7386 am 27.03.1999 mit Bauzug bei Chenee.

Und von der kürzeren Seite die fast gleiche aber schwächere 8220 im Grenzbahnhof Gouvy am 15.07.1992.

Elektrotriebwagen

Bei den E-Triebwagen der SNCB/NMBS steht die Zahl in der Baureihe für das erste Baujahr.

Eine Besonderheit stellen die belgischen „klassischen Motorzüge“ dar. Diese elektrischen Triebwagen wurden von 1939 bis 1979 in zwölf Baureihen und 19 Lieferserien mit immer kleinen Verbesserungen gebaut. Die Grundform ist über die ganze Zeit gleich geblieben. Der älteste Triebwagen, den ich noch erwischte war der Triebwagen 056 aus der Baureihe 59. Hier wartet er am 27.03.1991 in Welkenraedt auf neue Einsätze

Alle klassischen Triebwagen haben automatische Kupplung und einen Durchlaufkopf. Der Triebfahrzeugführer sitzt wie bei älteren DB-Steuerwagen in einem „Hasenkasten“. Heute sind viele Fahreuge aus den letztgebauten Baureihen modernisiert und immer noch aktiv. Der zweite Jahresplan 2020 führt 401 Leistungen auf.

Triebwagen 636 aus der Baureihe 66 als L 7238 am 23.07.1998 bei Theux.


Triebwagen 160 aus der Baureihe 62 wird am 20.08.1997 in Arlon angekoppelt werden. Die Übeganstür ist auf, der Faltenbalg wird erst später geschlossen. 

Triebwagen 721 aus der Baureihe 73 (Serie74) am 10.08.1993 bei Andenne Seilles.

Baureihe 75

Die 44 Triebwagen der Reihe 75 (Nummerierung 801 bis 844) wurden zwischen 1975 und 1977 von BN geliefert. Sie sind mit den klassischen Triebwagen koppelbar und können mit verminderter Leistung auch im 1500 Volt Netz der NS betrieben werden und kommen auch zwischen Puurs und Roosendaal zum Einsatz. Wegen ihrer auffälligen Kopfform werden sie auch Ferkelnasen genannt. Seit 2015 werden die Triebwagen modernisiert um sie noch etwa 15 weitere Jahre nutzen zu können. Der Planung nach soll diese Moderisierung Ende 2020 abgeschlossen sein.

Foto: Triebwagen 827 in Ruisbroek am 01.11.1999.

SNCB/NMBS 843 in Ablieferungsfarben am 15.07.1989 in Roosendaal (NL).